Greenpeace: Giftige PFC und Phthalate in Outdoorkleidung für Kinder

Gerade hat Greenpeace die Studie Outdoor Report 2012 veröffentlicht. Der Report basiert auf einer Untersuchung, die Greenpeace Mitte/Ende 2012 von zwei unabhängigen Prüflaboren durchführen ließ. Diese nahmen die Kleidung bekannter Outdoormarken genauer unter die Lupe: Vier Regenjacken und eine Regenhose für Kinder sowie acht Regenjacken für Damen wurden auf umwelt- und gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe getestet. Das Ergebnis: In allen 14 Kleidungstücken wurden giftige perfluorierte Chemikalien (PFC) und Phthalate nachgeweisen.

PFC wird von der Textilindustrie eingesetzt, um die Kleidung wasserdicht auszurüsten. Im menschlichen Organismus kann PFC die Leber schädigen und das Hormonsystem stören. Phthalate nutzt die Industrie um das Hartplastik PVC weicher zu machen. In der Textilindustrie dienen Phthalate beispielsweise der Herstellung von Kunstleder. Wie PFC können Phthalate das Hormonsystem stören. Außerdem können sie zu Unfruchtbarkeit und zu Übergewicht führen. Ausgerechnet in einem Regenponcho für Kinder wurde der höchste Wert an Phthalaten gemessen, nämlich 5700 mg/kg des als besonders schädlich geltenden Diethylhexylphthalat (DEHP). Zum Vergleich: Nach GOTS-Standard darf die Summe der Phthalate in einer Textilie maximal 100 mg/kg betragen.

Alle getesteten Kleidungsstücke wurden außerhalb Deutschlands produziert. Elf kamen aus China, je eines aus Indonesien, Vietnam und der Ukraine. In Deutschland macht die Outdoorbranche jährlich einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Nahezu die gesamte Kleidung, die in Deutschland verkauft wird, ist importiert. China liefert mit 30% am gesamten Importvolumen den größten Teil der Kleidung.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Kleidung, die PFC enthält, ausdünstet. Bei Messungen der Luft in zwei deutschen Ladengeschäften, die sich auf den Verkauf von Outdoorkleidung spezialisiert haben, fanden sich besonders hohe Konzentrationen an Fluortelomeralkoholen (Langer V, Dreyer A, Ebinghaus R (2010): Polyfluorinated compounds in residential and nonresidential indoor air. Environ Sci Technol 2010, 44:8075-8081). Bedauerlicherweise liegen keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Lufbelastungen in deutschen Schulen, Kindergärten und Krippen vor. Gerade im Winter tragen die meisten Kinder täglich Outdoorkleidung. Schneehosen, Winterjacken, Boots, Thermohandschuhe türmen sich in den Garderoben vor oder im Klassenzimmer. Es wäre endlich an der Zeit die Luftbelastung unserer Kinder in Schulen, Kindergärten und Krippen zu erfassen und Eltern wie Lehrerinnen und Lehrer über die Gefahren besser aufzuklären.

So lobenswert es ist, dass Greenpeace die Kleidung testen ließ und die Ergebnisse publiziert hat, so befremdlich wirken Greenpeace Empfehlungen zu Alternativen. Unter Fragen und Antworten zum Report “Chemie für jedes Wetter” findet sich ein Abschnitt, der sich mit der Frage beschäftigt, welche Regenjacke oder Regenhose, man noch kaufen kann. Dort heißt es: “Bekleidung für Wind- und Wetterschutz ist in der Regel von außen imprägniert und an der Innenseite mit einer Membran versehen. Einige Hersteller wie Zimtstern und Vaude setzen als wetterfeste Alternativen Membrane aus Polyester (z. B. Sympatex®) oder Polyurethan ein. Auch einige alternative Beschichtungen sind schon auf dem Markt. Als Alternative zur Fluorcarbon-Ausrüstung eignen sich Wachse, Paraffine (z.B. ecorepel®), Polyurethane (z. B. Purtex®), Dendrimere (z.B. Bionic Finish Eco®) oder Silikone. Das Bionic Finish Eco® von Rudolf Chemie wird bereits von Händlern wie Tchibo, Lidl, Aldi und auch von Textilherstellern wie H&M verwendet. Andere Alternativen sind noch in der Probephase, könnten aber in kurzer Zeit marktreif sein.” Auch wenn immer mal die Silbe eco in einem der genannten Markenzeichen aufblitzt, fällt die Antwort von Greenpeace überraschend chemielastig aus. Gibt es tatsächlich keine Alternative zur Chemie? An dieser Stelle erwartet man eigentlich Empfehlungen für ökologisch produzierte Kleidung für jedes Wetter, gerade von Greenpeace.

Anstatt auf echte Alternativen zu verweisen, fährt Greenpeace sehr fragwürdig fort: “Wahrhaft ökologisch ist zudem Kleidung, die lange getragen wird. Sinnvoll ist es auch, second hand zu kaufen.” Ist Kleidung, die umwelt- und gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthält, nur dadurch, dass Sie lange getragen wird ökologisch? Man muss sich fragen wie Greenpeace ökologisch definiert. Ist Kleidung weniger umwelt- und gesundheitsschädlich, wenn Sie häufiger den Besitzer wechselt? Das Problem der wissenschaftlich nachgewiesenen Schadstoffe in der Kleidung ist doch, dass diese persistent sind. Sie verbleiben in der Umwelt, werden eben nicht abgebaut und gelangen in den Organismus von Tieren und Menschen. Und das passiert auch dann, wenn man seine Outdoorjacke second hand kauft und solange trägt, dass man Sie mit ins Grab nimmt.

Wahrhaft ökologisch kann Kleidung doch nur dann sein, wenn sie ökologisch produziert wird. Und zwar mit nachwachsenden Rohstoffen und ohne den Einsatz von umwelt- und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen. Natürlich gibt es solche Kleidung, natürlich auch für kaltes und nasses Wetter. Unter Natur für jedes Wetter finden Sie unsere Tipps.

NEU: Federmäppchen für BIO Schulranzen iSi

aruzzi taugo® Federmäppchen in Blau, Gelb, Türkis, Natur, Rot, Lila und Schwarz

Die iSi Schulranzen Serie von aruzzi taugo® wurde jetzt um passende Federmäppchen erweitert. Wie die Schulranzen Serie werden die Federmäppchen aus hochwertigem echtem Vollrindleder gefertigt, das auf rein pflanzliche Art, ganz traditionell in den Gruben einer süddeutschen Gerberei gegerbt wird. Um dem hochwertigen Bioleder gerecht zu werden, wird weitestgehend auf den Einsatz fremder Materialien verzichtet. aruzzi taugo® Federmäppchen enthalten weder Schaumstoff noch irgendwelche vorgefertigten Papp- oder Plastikteile. Diese Mäppchen dürfen in keiner Schultasche fehlen.

Ausstellungstipp: Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt. Museum für Gestaltung Zürich

Vom 4. Juli bis 23. September 2012 ist im Museum für Gestaltung Zürich die Ausstellung Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt zu sehen. Informationen über das Plastikmüll-Projekt finden Sie auf der Museumswebsite, auf der es einführend heißt:

“Seit Massenprodukte aus Plastik unser Leben erleichtern, hat sich das Meer schleichend in eine gigantische Plastiksuppe verwandelt – bereits heute gibt es keinen Quadratkilometer Meerwasser, der frei ist von Plastikteilen. Da diese in der Regel nicht biologisch abbaubar sind, werden sie in immer kleinere Stücke aufgebrochen und gelangen in die Nahrungskette. So finden wir den Müll auf unserem Teller wieder, mit gravierenden gesundheitlichen Konsequenzen. Die Ausstellung präsentiert gesammelten Plastikmüll aus verschiedenen Weltmeeren und macht das Ausmass dieser ökologischen Katastrophe sichtbar. Ausserdem werden Vor- und Nachteile von Kunststoffen sowie deren Einfluss auf die Gesundheit erörtert. Die Lösungsansätze im Sinn von Reduzieren, Umnutzen oder Wiederverwerten sollen zum Handeln anregen. So setzt diese Ausstellung einen Schwerpunkt auf die Vermittlung und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.”

Besonders hervorzuheben ist, dass die Ausstellung zahlreiche Möglichkeiten bietet, sich aktiv mit dem Thema Plastik auseinanderzusetzen, beispielsweise eine Designwerkstatt und einen Kinder-Parcours sowie Downloadmaterial für die thematische Auseinandersetzung in der Schule. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Um möglichst vielen Menschen Anregungen für einen bewussteren Umgang mit Plastik zu geben, wandert das Projekt durch Europa. Im Rahmen der Tournee wird die Ausstellung vom 20. Dezember 2012 bis 31. März 2013 auch im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zusehen sein.

Cuculus canorus: Vogel des Jahres 2008

Heute eine Seltenheit: ein junger Kuckuck

Schon seit den 1960er Jahren ist der Kuckucksbestand in Deutschland rückläufig. Als merklich zurückgegangene, aber aktuell noch nicht gefährdete Vogelart, steht der Kuckuck auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands. 2008 wurde er vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) zum “Vogel des Jahres” gewählt. Der starke Rückgang des Kuckucksbestands wird unter Anderem durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft verursacht, welche Insekten und damit die Nahrungstiere des Kuckucks töten. In Deutschland leben heute zwischen 51.000 und 97.000 Brutpaare.
Der Kuckuck ist nicht nur selten, sondern auch menschenscheu. Umso größer war die Freude, als wir diesen jungen Kuckuck heute Morgen in unserem Garten entdeckten.

Utopia

aruzzi taugo® Schulranzen iSi aus BIO Naturleder

aruzzi taugo® jetzt auf utopia.de

aruzzi taugo® wird Utopia PartnerShop, aruzzi taugo® Schulranzen werden in den Utopia ProduktGuide aufgenommen.

Utopia ist eine Internet-Plattform zum Thema Nachhaltigkeit. Der Utopia ProduktGuide bietet Informationen zu grünen, nachhaltigen und fair gehandelten Produkten – im Web der Wegweiser durch die grüne Warenwelt.

Utopia PartnerShops werden sorgfältig ausgewählt und müssen festgelegten Kriterien entsprechen. Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit müssen zu den bestehenden Unternehmenszielen des Utopia PartnerShops gehören. Zur Entscheidung über die Aufnahme von PartnerShops zieht Utopia gegebenenfalls Experten, beispielsweise Mitarbeiter von NGO´s, des Öko-Instituts oder des Wuppertal-Instituts, zu Rate.

aruzzi taugo® auf oekoportal.de – dem Webverzeichnis der Ökobranche


ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche
Auf Ökoportal finden Sie Unternehmen wichtiger ökologischer Branchen wie Solarenergie, Recycling, Umwelttechnik, Naturkost, Wellness, Wärmedämmung, Sanierung und nachhaltige Konsumgüter. Schulranzen, Taschen und Etuis von aruzzi taugo sind auf Ökoportal in den Rubriken Schulbedarf, Spielwaren, Lederwaren, Accessoires, Einrichtungsgegenstände, Haus und Garten verzeichnet. Weitere Partnerlinks:

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Leseempfehlung: SZ-Magazin, Nummer 39

Morgen im SZ-Magazin: Die Seele der Dinge. Ein Designheft. Darin unter anderem: Sieben Vorurteile zum DDR-Design, vorgestellt und widerlegt von form-ost. form-ost bietet altes und neues “Ostdesign” im eigenen Webshop unter www.form-ost.de sowie im Schweriner Ladengeschäft und auf der PraHHa Hamburg an.